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Großes Heupferd in Aktion - Heuschrecke Tettigonia viridissima

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...ein geschrumpfter Dinosaurier aus Jurassic Park? Nein, keine Computer-Animation, sondern ein echtes Erlebnis eines heimischen Insekts vom Wiesenrand nebenan: Das "Große (grüne) Heupferd" (Tettigonia viridissima), das zur Familie der Laubheuschrecken zählt. (Verbreitung: Mittel- u. Südeuropa sowie entsprechende Regionen Asiens) Zwei bis fünf Jahre braucht das ca. 4 cm große Tier für seine Entwicklung in sieben Larvenstadien, bis es sich ab Juli bis Ende Oktober/Anfang November eines Lebens im Offenland meist auf Wiesen oder an Wegrändern erfreuen darf. Die erwachsenen Grünen Heupferde ernähren sich hauptsächlich räuberisch von Insekten und deren Larven, fressen aber auch gerne weiche und krautige Pflanzen. Im bevorzugten Lebensraum Wiesen und Kleinsträuchern mit meist über 30 cm hohen Halmen und Stengeln ist die von Heuschrecken charakteristische Fortbewegungsart Springen angesagt. Wie sonst kann man in diesem "Dschungel" weiterkommen? Von drei Beinpaaren ist das hinterste Beinpaar mit ordentlich starken "Muskeln" ausgestattet. Mit diesen Beinen kann sich das Heupferd in extrem kurzer Zeit (etwa 4-5 Hundertstel Sekunden) in den Luftraum über die Wiese katapultieren. Es ist ein wahrer Senkrechtstarter. Doch damit nicht genug. Im Luftraum über den Halmen und Blättern angekommen kann das Insekt seine Flügel entfalten und ähnlich einem Vogel mit Flügelschlägen oder segelnd größere Strecken überwinden (s Foto unter: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/dis... . Das Problem der Landung ohne Landebahn im "Halmenwald" und die Fortbewegung von Halm zu Halm hat die Natur ebenfalls genial gelöst. Mit sehr vielen Haken an den Beinen und gut beweglichen "Sprunggelenken" mit Greifzangen an den Füßen kann sich das Heupferd gut festhalten und kletternd fortbewegen. Die dabei oft geforderte Koordination (s. Video) aller Gliedmaßen und der Sensoren wie Fühler und Augen sind eine erstaunliche Sinnesleistung. Zur Erhaltung der überlebensnotwendigen Funktion der Gliedmaßen insbesondere der Fußgelenke ist eine regelmäßige Pflege unerlässlich. Wie im Video sichtbar, setzt das Tier zur Säuberung die Mundwerkzeuge ein. So ist der Gefahr von Fehlstarts oder Misslandungen weitgehend vorgebeugt.